MTV-Sportprojekt - Projekt 1a und 1c (2014/15)

Bericht vom MTV-Projekt den Klassen 1a und 1c

Seit den Faschingsferien turnt unsere Klasse 1c 14-tägig Donnerstags im MTV, jeweils immer die erste Hälfte der Klasse (Blaue Gruppe) in den ersten beiden Schulstunden und die zweite Hälfte der Klasse (Grüne Gruppe) nach der Pause in der dritten und vierten Stunde. Die jeweils andere Hälfte der Klasse hat dann Unterricht mit Frau Schwartze. Ich durfte heute mal eine halbe Stunde Mäuschen spielen und war bei beiden Gruppen kurz dabei. Um kurz vor 8 Uhr wurde die Blaue Gruppe von Korbi (er und Michi leiten und betreuen das Projekt beim MTV) abgeholt und konnte wenig später schon erste Bestzeiten verbuchen: die Blaue Gruppe war innerhalb von dreieinhalb Minuten (wurde von Korbi gestoppt und soll bis Schuljahresende noch weiter optimiert werden :-) komplett umgezogen, so schnell ging das bisher noch nie und hat extra viel Zeit für Sport gelassen. Währenddessen genießt die Grüne Gruppe die Ruhe für den intensiveren Unterricht, nach der Begrüßung sitzen sie „im Kino“ vorne vor der Tafel. Durch die halbierte Kinderzahl ist es sehr ruhig, das einzelne Kind kann viel öfter etwas beitragen und ist aufmerksamer bei der Sache. Auch drüben beim MTV sind die Kinder von der Umkehrung der Betreuungssituation begeistert: 2 Sportlehrer für eine halbe Klasse statt ein Lehrer für eine ganze Klasse wie beim Schulsport. Es gibt keinerlei „Leerzeiten“, solange Korbi die Kinder noch aufwärmt, bereitet Michi bereits die Kästen für das nächste Spiel vor, so dass die 90 Minuten voll genutzt werden können und das genießen die Kinder natürlich:

Mika: „Hier ist es taaaauuuusendmal besser als beim Schulsport!“

Salsabel: „Ich fand das Klettern in der Kletterhalle am tollsten!“

David: „Zum Aufwärmen spielen wir hier immer das Asterix-Obelix-Spiel, das ist total cool!“

Lilith: „Mir gefällt am besten, dass wir hier jedes Mal etwas anderes machen.“

Levi: „In der Schule ist der Sport viel langweiliger, hier macht es viel mehr Spaß!“

Es sind sich auch alle einig, dass sogar wenn die jeweils andere Gruppe Sport hat, der Unterricht besser ist. „Da ist es viel leiser und man kann sich besser konzentrieren“ ist der Grundtenor. Eben das hatte Frau Schwartze auch beabsichtigt bei der Initiierung des Projektes: einerseits die momentan schlechte Schulsport- Situation zu verbessern (der Sportplatz ist gar nicht nutzbar und die Turnhalle nur eingeschränkt, bei Sport-Einzelstunden geht außerdem die Hälfte der Zeit allein für Umziehen und Hoch- und Runterlaufen drauf etc.) und andererseits aber auch durch die halbierten Klassen intensiveren Unterricht machen zu können, bei dem man auf Kinder, die vielleicht etwas mehr Zeit brauchen, besser eingehen kann oder man auch mal eine Geschichte vorlesen oder Lesen üben kann.Für die Kinder scheint das Konzept voll aufzugehen, in der kurzen Zeit, die ich heute dabei sein durfte, waren alle Kinder begeistert mit dabei. Heute wurde nach dem Aufwärmen „Schlappenfußball“ gespielt, d.h. jedes Kind musste einen Schuh ausziehen und diesen als Schläger benutzen. Nur mit diesem „Schläger“ durfte der Ball berührt werden und jede Mannschaft musste versuchen, auf diesem Weg Tore zu schießen. Wie auch im nachmittäglichen KISS-Programm, das viele Eltern und Kinder ja bereits privat kennen, legen Michi und Korbi auch hier viel Wert auf Vielseitigkeit und stellen immer ein abwechslungsreiches Programm aus Spielen, Parcours, Geräten, Geschicklichkeitsübungen etc. zusammen, das in dieser Form im Rahmen des Schulsportes nie möglich wäre.

Daher noch einmal vielen Dank an den Förderverein für die Unterstützung bei diesem Projekt, von dem die Kinder wirklich sehr profitieren!&nb